Wie geht Sterben?

Hilfe und Informationen beim Abschied nehmen.

Wie es zu diesem Workshop kam ...

Angeregt durch meine eigene Eierstockkrebs-Erkrankung 2013 musste ich mich schon recht früh mit dem Sterben und dem Tod auseinandersetzen… Ich stellte schon damals fest, dass das Sterben und das Thema Tod große Tabu-Themen sind und das Menschen, nicht über diese Themen sprechen möchten, auch wenn Sie unmittelbar mit Sterbenden oder mit schwer erkrankten Menschen zu tun haben….sogar die sterbenden Menschen selbst, haben große Hemmungen und Ängste sich zu diesem Thema offen und hemmungslos auszutauschen oder sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen.
 
 Zudem, bekam ich selbst schnell den Eindruck, dass ein „qualitativ-hochwertiges Sterben“ in unserer Zeit/unserer Gesellschaft - mit unseren Möglichkeiten leider nicht möglich ist…bzw. wirklich gut durch einem selbst vorbereitet werden muss, wenn man sich einen würdevollen und „angenehmen“ Tod wünscht, auch gerade weil man dabei seine eigenen Familie, Kinder und Zugehörige im Blick hat, die selbst hochemotional durch den/die Erkrankte mit diesem (Un-)Thema konfrontiert werden…
 
Ich wünschte mir damals jemanden, der mir alle Fragen - sowohl medizinisch als auch psychosozial - beantwortet, jemanden der mir professionell und zugewandt beim Sterben zur Seite steht und mich UND MEINE Famile umfassend und engmaschig betreut, mich/uns umfassend informiert und empathisch und nachhaltig auf diesem Weg begleitet… Es war unheimlich mühsam 2013 entsprechende Informationen zu erhalten, Hospiztermine zu vereinbaren, vernünftige und verständliche - und vor allem auf AUGENHÖHE - neutrale und korrekte „Sterbeauskünfte“ von Institutionen/ Netzwerken oder Medizinern zu bekommen…
 
Rundheraus: Ich war wirklich entsetzt …und: mit dem Ausblick bald sterben zu müssen, zusätzlich tief enttäuscht und gekränkt! Durch meine ehrenamtliche Arbeit mit schwer erkrankten Frauen mit Eierstockkrebs habe ich inzwischen sehr viele Frauen beim Sterben begleiten dürfen, habe zusätzliche Einblicke in deren Wünsche, Fragen und deren Ängste bekommen und mich gefragt, was ich tun kann, um diese Frauen zu entlasten und sie relativ beruhigt und hochwertig auf ihrer letzten Reise zu begleiten..?
 
Mir fiel auf, dass die Themen „Abschied nehmen“ und „mein letzter Gruß/letzte Worte an meine Lieben“ immer wieder angesprochen wurden, wenn ich mit Frauen, die im Sterben lagen, sprach…. 

Workshop zum Thema: Wie geht sterben..?

Den sterbenden Menschen - und seine Wünsche in den Mittelpunkt rücken, den Austausch suchen und selbstbestimmt den eigenen Abschied gestalten – so lässt sich das Ziel des Workshops „Wie geht sterben?“ © beschreiben. Ein wichtiger Bestandteil dabei ist ein informativer Abschiedsknigge © und weitere Materialien sowie die selbst zu gestaltende Lebens-und Informationsbox. Die „Lebensbox“ ist ein schönes Transportmittel, um über Sterben und Tod ins Gespräch zu kommen, aber auch um sich selbst mit dem Thema Sterben auseinander zu setzen und seinen Abschied selbstbestimmt in die Hand zu nehmen.


 Beim Stichwort Selbstbestimmtheit setzt auch der dazugehörige Abschiedsknigge an: ein weiterer Baustein, um Betroffenen mit der Diagnose Krebs oder einer anderen lebensbegrenzenden Erkrankung, die Angst vor Schmerzen, Leid und dem Sterben zu nehmen.


Im Abschiedsknigge finden Sie alles rund das Abschiednehmen; von A wie „Achtsamkeit“ über L wie „Letzte Wünsche“ bis hin zu V wie Versorgungsvollmachten...und vieles mehr, denn wir wollen mit fundierten Informationen Ängste und Sorgen abbauen und einen ehrlichen Austausch zum Thema Sterben ermöglichen – der Knigge befähigt den Betroffenen, aber auch den Angehörigen, handlungsfähig zu bleiben und Dinge selbst in die Hand zu nehmen und einen Abschied selbstbestimmt zu planen und zu gestalten! Die Box hilft zudem auch, Dinge und Formalitäten zu verstehen, sich damit auseinander zu setzten und dabei trotzdem die Erinnerung an sich zu wahren.“ 

Inhalte des Workshops

  • Informationen und Vorträge von Palliativexperten rund um die Themen Tod und Sterben
  • Selbstbestimmtes Sterben
  • Abschied nehmen
  • Hilfen und Kontakte, wenn jemand stirbt
  • Informationen, Tipps und Tricks zur Pflege
  • Versorgungsmöglichkeiten und -regelungen 
  • Gemeinsame Gestaltung einer Lebens- und Informationsbox

Eure Kursleiter

Andrea Krull

Andrea Krull, Gründerin und 1. Vorsitzende des Vereins Eierstockkrebs Deutschland e.V., Pädagogin, Betroffene und Trägerin des Bundesverdienstkreuzes.

Thomas Heckmann

Jahrgang 1969. Freiberuflicher Berater im Gesundheitswesen (Schwerpunkt Onkologie), Onkolotsen-Trainer, Kursleiter im Bereich Krebs-Selbsthilfe sowie verantwortlicher Redakteur des Online-Portals Krebs-Nachrichten.

Veranstalter

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Andrea Krull
Emil-Köster-Str. 23
24539 Neumünster

Veranstaltungsort

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Online-Kurs / Virtueller Kurs via Zoom-Videokonferenz

Kurstermine und Kursdauer

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Dienstag, 06. September 2022

Jeder Kurs umfasst 4 Einheiten á 90 Minuten und eine Schlusseinheit von 45 Minuten. Wir starten um 09:00 Uhr und sind um 17:00 Uhr fertig.

09:00 - 10:30 Uhr Kurseinheit 1
10:30 - 10:45 Uhr Kurze Pause
10:45 - 12:15 Uhr Kurseinheit 2
12:15 - 12:45 Uhr Mittagspause
12:45 - 14:15 Uhr Kurseinheit 3
14:15 - 14:30 Uhr Kurze Pause
14:30 - 16:00 Uhr Kurseinheit 4
16:00 - 16:15 Uhr Kurze Pause
16:15 - 17:00 Uhr Abschluss-Runde

Teilnahmegebühr

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98,00 Euro pro Person inkl. 19% USt. und inkl. Kursmaterial. 

Die Grundausstattung für die Materialien der Lebens- und Informationsbox werden den Teilnehmern vorab zugesandt.

Teilnehmerzahlen

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Der Kurs findet ab 12 Teilnehmerinnen bzw. Teilnehmern statt. Maximale Teilnehmerzahl sind 20.

Anmeldung oder Rückfragen?

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Letzte Aktualisierung

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Die letzte Aktualisierung der Inhalte dieser Seite erfolgte am 03. Mai 2022.